Bereits seit ihrer Einführung ist die Riester-Rente umstritten; noch kurz vor Einschlagen der Corona-Krise wurde im politischen Berlin über eine grundlegende Reform debattiert. So eröffnete die Große Koalition Mitte Februar einen im Koalitionsvertrag vereinbarten Dialogprozess unter anderem mit Verbraucherschützern und Versicherern.

Verschiedene Analysen belegen jedoch, dass sich Riester-Produkte auch in ihrer jetzigen Form für viele Erwerbstätige kräftig auszahlen. Die Riester-Rente hat eine klare Zielgruppe. Zu der muss man gehören ansonsten lohnt sich ein Abschluss nicht.
Besonders geeignet ist diese Form der Altersvorsorge für den föderberechtigten Personenkreis, wozu u.a. Angestellte und deren Ehepartner*innen, Geringerverdiener*innen mit Einzahlungen in die Gesetzliche Rentenversicherung und Personen mit Kindern gehören. Die Details sollte man mit guten Versicherungsmaklern besprechen.

In den letzten Jahren sind Kunden durch schlechte Presse stark verunsichert worden: Im vierten Quartal 2019 legte die Zahl der Riester-Verträge jedoch erstmals seit 2017 wieder zu – gegenüber dem Vorquartal stieg sie um 22.000 auf nunmehr 16,53 Millionen Verträge. Mit Ausnahme von Banksparplänen erstreckt sich das Plus auf alle Riester-Produktkategorien. Wie schon in den letzten Jahren erwiesen sich Investmentfondsverträge als am zugkräftigsten, ihr Bestand legte um rund 11.000 Verträge zu.