Die Horror-Diagnose „berufsunfähig“ wird mehr Menschen treffen, als bislang gedacht. Auf den Staat ist im Ernstfall kein Verlass.

Das Risiko, wegen Krankheit einen erlernten Beruf nicht mehr ausüben zu können, ist höher als bislang angenommen. Eine Analyse der Versicherungsmathematiker der Deutschen Aktuarvereinigung – sie liegt FOCUS vor – kommt zu dem Ergebnis: Beinahe jeder zweite heute 20-Jährige wird bis zum Rentenbeginn mit 65 Jahren berufsunfähig. Das sind 43 Prozent.

Unter den heute 50-Jährigen trifft dieses Schicksal jeden Dritten. Frauen sind weniger gefährdet, weil sie seltener in hochriskanten Berufen arbeiten. „Das Risiko wird fahrlässig unterschätzt“, sagte der Autor der Untersuchung, Horst Loebus, zu FOCUS. Häufigste Ursache für den Ausstieg aus dem Job sind mit einem Drittel seelische Erkrankungen wie Depressionen, gefolgt von organischen Krankheiten und Unfällen.

Für all jene, die seit 1961 oder kürzer auf der Welt sind, wurde 2001 die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente gestrichen. Stattdessen gibt es eine so genannte Erwerbsminderungsrente – im Schnitt nur 660 bis 760 Euro monatlich…

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